Ossietzkyring

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Carl von Ossietzky wurde am 3. Oktober 1889 in Hamburg geboren, und war ein Schriftsteller, Journalist und zudem noch ein Pazifist.

Er war der Herausgeber der Zeitschrift „Die Weltbühne“ mit der er internationale Aufmerksamkeit erregte. Im Jahre 1931 wurde Carl von Ossietzky zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, da seine Zeitung auf die Aufrüstung der Reichswehr aufmerksam gemacht hatte. Allerdings hätte Ossietzky ebenso die Wahl gehabt in’s Ausland zu flüchten. Dies tat er aus dem Grund nicht, da er als Gefangener um einiges unbequemer sei, und sich dem Reichsgericht nicht beugen würde. Er wollte weiterhin ein Demonstrant sein, selbst hinter Gittern. Seine Zeitschrift „Die Weltbühne“ wurde daraufhin verboten. Aufgrund einer Weihnachtsamnestie für politische Häftlinge wurde Ossietzky am 22. Dezember 1932 nach 227 Tagen Haft vorzeitig entlassen. Dies hielt aber nicht lange an.

Da er ein engagierter Pazifist und Demokrat war, wurde er am 28. Februar 1933 erneut verhaftet, und im Gefängnis Berlin-Spandau interniert. Von dort aus wurde er am 6. April 1933 in das neu errichtete Konzentrationslager Sonnenburg gebracht.

Dort wurde er wie alle anderen Häftlinge schwer misshandelt. Ossietzky verweilte allerdings nicht lange in Sonnenburg, 1934 wurde er in’s KZ Esterwegen zusammen mit anderen Häftlingen verlegt. Dort war es um einiges schlimmer, die Inhaftierten mussten unter unerträglichen Bedingungen bei der Trockenlegung der emsländischen Hochmoore mitwirken. Ende 1934 war Ossieztky nicht mehr wieder zu erkennen, er war abgemagert und nur noch ein Schatten seiner selbst. Er wurde in ein Krankenlager verlegt, und sollte dort nach Aussage eines Mitinhaftierten durch Spritzen getötet werden. Angeblich soll man ihn mit Tuberkulose-Bazillen infiziert haben. Nach dem Ausbruch der schweren Krankheit, lieferte man ihn in das Staatskrankenhaus ein. Er blieb dort weiterhin unter Bewachung der Polizei.

Im November 1936 wurde Ossietzky rückwirkend der Friedensnobelpreis für das Jahr 1935 aberkannt. Zwar durfte er den Preis und das Preisgeld behalten, allerdings wurde ihm untersagt, den Preis in Oslo entgegenzunehmen. Am 4.Mai 1938 stirbt Carl Ossietzky an seiner Krankheit, und den schweren Misshandlungen. Er wurde bis zu seinem letzten Atemzug von der Polizei bewacht.

Der Ossietzky-Ring befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Mühlenberger Markt und der IGS Mühlenberg.

Katharina Krüger (Christina Samoilova, Seyma Yilmaz)

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